Warum Matcha Latte mein neuer Kaffee ist und wie man ihn zubereitet

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Um das giftgrüne Getränk aus Japan ranken sich ja genauso viele Superfood-Mythen wie um Quinoa und Chia-Samen. Taugt das was? Ist es tatsächlich seinen Preis wert? Muss das von so weit weg kommen?
Während ich diese Zeilen in mein Macbook tippe, steht schon ein leckerer Matcha-Latte neben meiner Tastatur bereit und ich finde, Ja! Für mich lohnt es sich. Ich dachte gar nicht unbedingt, dass der Kaffee-Ersatz ein Thema für mein Blog ist, aber nachdem ich ein Foto bei Instagram gepostet habe und mich so viele Fragen dazu erreicht hatten, habe ich beschlossen, dass ich mein Rezept und meine Erfahrungen dazu mal aufschreibe.

lecker und gesund: Matcha Latte

Es begann im Januar. Nach der ausgesprochen ungesunden und nicht immer veganen Weihnachtsvöllerei erinnerte mein Körper mich mit einem großen Wumms daran, warum ich sonst so viel Wert auf gesunde Ernährung lege. Im Dezember war ich auch sonst nicht besonders gut zu mir und habe wenig Pausen gemacht und so war ich bis Mitte Januar mit Grippe in Endlosschleife beschäftigt. Dazu Kopfweh und das Gefühl des Ausgebranntseins und keine Aussicht auf eine längere Pause.

Und so besann ich mich dann auf das, was wirklich wichtig ist, sowohl beruflich als auch privat. Ich habe Jobs abgegeben, mir Hilfe ins Büro geholt und fürs Haus und habe versucht herunterzufahren.

Mein Magen machte mir zudem sehr zu schaffen und ich hatte immer Sodbrennen. Dazu hatte ich immer Herzklopfen und ein starkes Gefühl von innerem Streß und Getriebenheit. Der Blutdruck war aber in Ordnung. Da ich sehr feinfühlig bin, fing ich mit der Ernährung an. Wer sich tiefgehend damit beschäftigt, weiß z.B. was ein erhöhter Histamingehalt im Körper anrichten kann.

Also beschloss ich als erstes, mehr auf meine Nahrung (= das was mich nährt) achtzugeben. Es sind alles keine neuen Erkenntnisse gewesen, aber in Zeiten von viel Streß, wo man eigentlich besonders auf sich achtgeben sollte, neige ich eher dazu, auch aus Zeitmangel, meine Ernährung zu vernachlässigen.
Ich bestellte mir Mikronährstoffe, die mir aus Erfahrung schon immer gut taten und stellte meine Ernährung weiter um. Konsequent habe ich zusätzlich zur veganen Ernährung  Getreide aus meinen Speiseplan gestrichen und ich esse wenig Zucker. Ich bin ganz ehrlich: Zucker fällt mir schwer. Ich arbeite noch dran.

Und da ich trotz allem von der einen Tasse Kaffee am Tag Magenschmerzen bekam, suchte ich eine Alternative. Und ich bin eigentlich kein Teetrinker. Nicht so richtig. Ich bin Kaffeetrinker 😉 Aber was soll’s. Ich bin auch ganz ehrlich – ich trinke trotzdem  ab und zu Kaffee, ich mag ihn halt so gern.

Mein Biosupermarkt hatte immer eine tolle Sorte weißen Tee von Cupper im Angebot, aber den kann man dort plötzlich nicht mehr kaufen. Den habe ich nämlich gern getrunken.
Dann fiel mir ein, dass meine liebe Ernährungsberaterin Ulrike mir immer Matcha Latte serviert, wenn ich bei ihr bin. Und der war immer so lecker. Das wollte ich auch zuhause ausprobieren. Und siehe da, ich hab mein perfektes Frühstücksgetränk gefunden!

Was macht Matcha so besonders?

Man liest ja immer wieder davon. Superfood und so. Ich bin ja durchaus der Meinung, dass jede Region ihre eigenen Superfoods hervorbringt, aber Grünkohl kann man eben nicht jeden Tag trinken 😉
Matcha-Tee besteht aus gemahlenem grünen Tee der Sorte Tencha. Diese Sorte enthält neben vielen Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen und Koffein auch L-Theanin. Diese Aminosäure hemmt die Serotonin-Produktion und sorgt für eine beruhigende Wirkung. Senkt also das Streßlevel.  Das habe ich persönlich ziemlich stark gemerkt.
Ich genieße also den morgendlichen Koffein-Kick mit einer gleichzeitigen streßlindernden Wirkung. Zudem wird das Koffein im Matcha-Tee erst im Darm freigesetzt, da das Koffein an Polyphenole gebunden ist. Fachchinesisch hin oder her – Koffein aus Kaffee wird durch die chemische Zusammensetzung und die Röstung bereits beim Kontakt mit der Magensäure freigesetzt. Das sorgt für einen fast sofortigen Koffein-Kick, der aber bei vielen Menschen schnell wieder nachlässt und eine leichte Nervosität hinterlässt.

Matcha ist also super für Kopfarbeiter, ist erfrischend und gleichzeitig beruhigend  und macht hellwach.

Weiter enthält eine Tasse Matcha-Tee deutlich mehr Vitamine, Mineralien, Antioxidantien und Aminosäuren in einer Art und Weise, wie es aufgebrühter Tee nicht liefern kann. Ich müsste 10 Tassen grünen Tees trinken, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

Ihm wird nachgesagt, bei regelmäßigem Verzehr zu helfen, den Körper zu entgiften, den Blutdruck zu regulieren und den Cholesterinspiegel zu senken. Er kann vor Krebs schützen und das Immunsystem stärken.

Alles in allem also eine kleine Wunderwaffe der Natur gegen Zivilisationskrankheiten. An mir selbst spüre ich vor allem, dass ich langsam herunterfahre und auch wieder kerngesund bin. Das ist natürlich ein Gesamtkonzept aus Ernährung und Achtsamkeit aber ich denke, dass mir der Matcha in der letzten Zeit sehr gut getan hat.

Übrigens kann ich den Tee nur morgens genießen. Ich bin so empfindlich gegen Koffein, dass ich die ganze Nacht nicht schlafe, wenn ich Nachmittags eine Tasse trinke.

Zubereitung des Matcha Tees

In Japan ist die Zubereitung des Matchas ein richtiges Ritual mit festen  Abläufen. So mancher Zeremoniemeister würde sich schütteln, wenn er wüsste, dass ich auch manchmal das Milchschaumdings dafür nehme 😉
Aber ich habe mir auch einen original Bambusbesen dafür gekauft und übe am perfekten Matcha aus dem Handgelenk.

Man kann ein komplettes Set kaufen, die gibt es aber auch oft im Bioladen:
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Ich erhitze frisches  Wasser auf  80°C im Wasserkocher* und bin sehr froh, dass meiner das automatisch macht. Mann kann auch das Wasser aufkochen und 10 Minuten stehen lassen, meist lasse ich es dann aber aus Versehen eine Stunde stehen 😉

Dann gibt man 1-2g Matchapulver in eine weite Tasse oder eine Schale. Mit einem kleinen Meßlöffel aus Holz hat man die perfekte Menge. Ich habe eine Feinwaage Zuhause und habe mir die Menge an einem Espressolöffel genau abgewogen.

Dann rühre ich das Teepulver mit etwas kaltem Wasser an, weil es sich dann besser löst. Erst dann giesse ich das heiße Wasser dazu und rühre locker aus dem Handgelenk immer in M-förmigen Bewegungen den Tee schaumig auf. Man sagt, je feiner der Schaum, desto besser ist der Tee. Davon bin ich noch weit entfernt 😉 Ich süße den Tee mit etwas Ahornsirup.

Pur schmeckt der Tee etwas „algig“, das ist nicht Jedermanns Sache. Ich schätze es kommt vom hohen Anteil an Chlorophyll. Der macht ihn aber auch so gesund. Deswegen trinke ich ihn auch oft als Matcha-Latte mit Pflanzenmilch.

 

Zubereitung von Matcha-Latte

Der erste Teil ist im Prinzip ähnlich wie oben. Nur, dass ich für den morgendlichen Matcha tatsächlich den Milchaufschäumer verwende. Morgens habe ich keine Zeit 😉


Ich nehme wieder einen Meßlöffel des Grüntee-Pulvers und rühre ihn mit etwas kaltem Wasser direkt in meinem Latte-Glas  an. Dann gieße ich ungefähr so viel heißes Wasser dazu, dass  ein Viertel des Glases gefüllt ist.

Meine heiße Milch bereite ich ironischerweise in der Kaffeemaschine zu. Die ist morgens eh in Gange für den Liebsten und es geht schnell.

Ich nehme Mandel- oder Sojamilch dafür, je nachdem was ich gerade im Haus habe. Bei Ulrike habe ich auch schon Dinkel- und Kokosmilch probiert. Das war auch sehr lecker.

 

Danach kann man das Getränk noch ein wenig süßen.

Dieser Beitrag spiegelt meine persönliche Erfahrung wieder. Grundsätzlich ist es ratsam vor einer größeren Ernährungsumstellung, bei Unverträglichkeiten oder Allergien zuerst den Hausarzt oder Heilpraktiker zu bitten, genau herauszufinden, was mit euch los ist.

Lasst es euch schmecken,

Alles Liebe, eure

danny

 

*(Die Links mit Sternchen sind Affiliate-Links, ich bekomme ein paar Cent Provision, wenn Ihr etwas kauft, euch entstehen keine Zusatzkosten)

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