Eine vegane Herausforderung – was Du auch!?

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Aber Dein Mann hat Dir doch sogar zum Geburtstag ein Mettherz geschenkt???

Wer mir auf Instagram folgt hat es bereits gesehen, seit Jahresbeginn ernähren Mark und ich uns vegan… Ich sehe es vorerst als eine Art Challenge. Ich mache jetzt kein bestimmtes Programm á la „vegan for…“ mit, wir haben uns vielmehr dafür entschieden, es einfach für einen Monat zu versuchen und wenn es gut klappt für einen weiteren…bis die Grillsaison kommt 😉 Dann sehen wir weiter….

Es sind für uns auch weniger politische als gesundheitliche Gründe aus denen wir uns entschlossen haben, die vegane  Ernährung einfach mal auszuprobieren…

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Wir sehen uns als „Fleischotarier“  – und ich habe zwar immer größten Respekt vor Veganern aber ich hab immer gesagt „DAS schaffe ich nie!!!“

Zuletzt im November, als sich uns unsere vegane Praktikantin Laura für vier Wochen anschloss und wir hautnah erleben durften, dass sie sich ziemlich gut und schmackhaft ernährt hat.  Am meisten hat mich das Gebäck beeindruckt, dass sie regelmässig mitgebracht hat. Apfelkuchen, Kekse und leckere Muffins… und Mittags haben wir oft zusammen gegessen und ich habe für uns alle gekocht und dafür Gerichte wie z.b. unser Kürbisrisotto veganisiert… War gar nicht so schlimm.  Mark und ich haben aus Gewohnheit noch Parmesan darüber verteilt aber inzwischen weiß ich, dass es auch ohne geht!

Warum Vegan?

Reicht nicht auch vegetarisch? Na klar, Vegetarisch ist ein Anfang und nach den ganzen Lebensmittelskandalen und allen gruseligen Filmen über Massentierhaltung usw. haben wir schon oft darüber gesprochen zumindest teilweise auf Fleisch zu verzichten und nur Bio zu essen. Bio können wir aber nicht bezahlen. Zumindest nicht das richtige Demeter-Fleisch, höchstens das Diskounter-Schummel-Bio Fleisch… das ist aber eigentlich auch Augenwischerei…

Wir haben letztes Jahr weniger Fleisch gegessen und das war auch gar nicht schlimm. Was damit aber rapide anstieg war der Milch- und Käsekonsum. Und da ich eigentlich eine Milchallergie habe, merkte ich die Konsequenzen durchaus. Zuletzt auf der Waage. Ich habe im letzten Jahr noch mal 7 kg zugenommen und langsam reicht es…

Machen wir uns nichts vor, ich  muss was tun. Aber ich esse gern, ich hasse Sport und hab schon viel zu viele Fitness-Studios subventioniert…

Mark hat eine Histaminintoleranz und je nach Tagesform und Streßlevel merkt er sie sehr stark. Auch das hat uns beeinflusst bewusst zu verzichten.

Nach Weihnachten ist der Punkt für mich immer ganz gut um etwas neues anzufangen, ich bin einfach satt von der ganzen Völlerei an den Feiertagen…

Also habe ich beschlossen ab jetzt konsequent auf Milchprodukte zu verzichten… 
Sie tut mir nicht gut und hier steht warum. Und das allein beeinträchtigt meine Art zu kochen ganz immens.

Butter…Käse…Cappuccino… hach… das ist meine Welt… Ich liebe den Geruch und den Geschmack von warmer zerlassener Butter, Pfannkuchen mit Zimt und Zucker, in brauner Butter ausgebacken, selbstgekochtes Karamell, gebratenes und gesottenes, da wird mir warm um mein Herzchen…  Genauso Käse… viele verschiedene Käsesorten, dazu ein schönes Glas Wein, Sahnesaucen, oh ja…all das gehörte bisher zum Leben dazu. Und auch wenn ich gern und viel Gemüse gegessen habe, und versucht habe Ausgewogenheit in den Speiseplan zu bringen, wurde ich spätenstens bei Gorgonzola schwach…

Und DAS fällt mir schwerer als auf Fleisch zu verzichten…
Mit dem ewigen Verzichten auf Fleisch bin ich mir nicht ganz sicher, ich denke das weiß ich wenn die Grillsaison kommt… Das lasse ich mir nun gedanklich noch mal offen!

Und das hat natürlich auch jede Diät gekillt, da bin ich ja jetzt mal ehrlich. Ich bin ein Genussmensch und ich liebe die Düfte und Aromen in der Küche. Schnippeln, wiegen, rühren, braten, backen,  abschmecken, essen, versorgen und die Menschen am großen Tisch zusammen bringen. Meine Speisekammer ist immer voll und wenn wir eingeschneit würden, könnten wir wahrscheinlich noch zwei Wochen davon leben.

Aber wenn man dann irgendwann feststellt, dass einem die Nahrung nicht mehr gut tut, in dem was man jeden Tag isst, kaum Nährstoffe enthalten sind und man trotz scheinbar ausgewogener Ernährung Mangelerscheinungen hat… Ja dann muss sich etwas ändern.

Die Milch ist mein schwierigstes Thema. Das Verzichten darauf war in den ersten zwei Wochen wirklich schwer, aber genau der Verzicht tut mir unheimlich gut. Ich merke es schon richtig. Keine Bauchweh und was sonst damit zu tun hat, keine dauerverstopfte Nase mehr und ich bin irgendwie so klar im Kopf. Als wenn ich vorher irgendwie alles durch Watte wahrgenommen habe.

Ich habe sehr viel über Essen nachgedacht in der letzten Zeit. Nicht nur das Essen und die Nahrung an sich, sondern auch über Rituale.
Ich bin in Nordfriesland großgeworden, meine Oma hatte eine Gastwirtschaft und wir sind mit leckerem Essen und toller Norddeutscher Hausmannskost großgeworden. Und ich liebe sie! Essen und Geselligkeit gehörte bei uns immer zusammen.

Und das ist auch der Teil der mir schwer fällt. Oftmals fehlt einem gar nicht unbedingt eine bestimmte Speise oder ein Getränk sondern das damit verbundene Ritual: Die Familie kommt spontan und man kocht einen schönen Eintopf oder einen großen Topf Bolo…In die Stadt gehen und nach dem bummeln eine Tasse Cappuccino im Lieblingscafé, vielleicht gönnt man sich etwas und es gibt noch einen Cupcake dazu… Am Nachmittag, wenn der Arbeitstag kein Ende nimmt, eine schöne heiße Schokolade am Schreibtisch… Rituale und Belohnung, das ist Essen für mich. Und das ist natürlich auch der Punkt der gefährlich ist.
Es gibt viele Menschen, die trinken gar keinen Kaffee und schon gar keine Milch darin – für Viele ist eine Tasse Tee das höchste der Gefühle. Nun, ich gewöhne mich gerade um 😉

Um nun zurück zum Ursprung zu kommen: Einfach nur Milch durch Sojamilch zu ersetzen, kam für mich nicht in Frage. Und das löst ja auch die restlichen Probleme nicht. Also entschieden wir uns einfach mal das „Unmögliche“ zu versuchen. Kein Fleisch, keine Milch und wo wir grad dabei waren auch keine Eier.

Am Neujahrstag kam es mir schon vor wie eine große Aufgabe. Ich lud mir Das Buch „ So geht vegan!: Der einfache Einstieg in ein veganes Leben – Das 10-Punkte-Programm mit über 100 Rezepten* auf den Kindle und googelte und durchforstete viele Pinterest-Boards. Dann haben wir den Kühlschrank geleert (Teils selbst gegessen, teils an die Familie verschenkt) und sind am nächsten Tag ins Reformhaus und haben eingekauft.

Das Buch von Patrick Bolk vermittelt ein Grundwissen für die vegane Ernährung, das wichtig ist um keine Mangelerscheinungen zu bekommen. Das Prinzip ist besonders für Einsteiger ganz toll, weil zuerst nur Fleisch weggelassen wird, dann Milchprodukte und in den Rezepten mit Ersatzprodukten gearbeitet wird. Von Kapitel zu Kapitel nähert sich das Buch dann der „Kreativen Gemüseküche“ die ohne Fertigprodukte auskommt. Die Rezepte sind zwar teilweise ungewöhnlich aber sehr lecker.

Ausserdem habe ich mir neulich das Kochbuch La Veganista: Lust auf vegane Küche* von Nicole Just gekauft. (Sie hat auch ein tolles Blog mit vielen Rezepten!)
Es war so hübsch 😉
Es ist wirklich ein sehr schön gestaltetes Lifestyle-Buch an dem man erkennt, dass sich Veganismus gut kommerzialisieren lässt. Das Buch ist einfach schick und gut gegliedert. Die Rezepte sind leicht verständlich und haben auch nicht viele Zutaten.
Wer keine Angst vor allen Sorten Soja und Tofu hat, für den ist das Buch der ideale Begleiter um besonders Hausmannskost zu veganisieren.

Für meinen Geschmack ein bisschen viel Tofu und sehr viel Weißmehl und Kristallzucker. Letzteres ist zum Abnehmen problematisch und nicht unbedingt sinnvoll wenn man versucht sich rundherum gesünder zu ernähren, ausserdem kann ich kein Weizenmehl ab. ABER: Wenn man einfach eine gute Hilfe sucht um liebgewonnene Alltagsrezepte umzuwandeln ist es perfekt.

Übrigens kann man dieses Buch heute bei „Einfach Stephie“ gewinnen und sie stellt auch weitere tolle vegane Kochbücher vor!

Ja und nu?

Tja, das sehen wir noch 😉 Wir ernähren uns nun 20 Tage komplett vegan und als kleine Zwischenbilanz für den Start kann ich sagen, dass es uns sehr gut geht und wir bisher wenig bis nichts vermissen.

Mein Ziel ist es, langfristig weniger und dafür besseres Fleisch zu essen und dann an mehreren Tagen in der Woche nur pflanzlich zu essen. Wenn ich es schaffe mich weiter vegan zu ernähren, werde ich es so oft es geht tun.

Einen komplett veganen Lebensstil bei dem man auch kein Leder mehr kauft und selbst bei Flaschenetiketten darauf achtet, dass sie vegan sind (wg. Leim aus Knochen usw.) kann ich mit derzeit nicht vorstellen. Ich denke bei allem sollte man nur so viel machen, wie es einem gut tut, ohne das es stresst. Weil das Experiment sonst ins Gegenteil schlägt.

Jeder kann seinen kleinen Beitrag dazu leisten, dass die Welt ein bisschen besser wird. 
Auf jeden Fall mache ich mir das Essen und die Herkunft der Lebensmittel bewusster. Ich gebe mir mehr Mühe für mich. Das ist neu und das tut gut. Der Rhythmus hat sich verändert, weil ich mehr in der Küche stehe. Das muss sich alles einschleifen. 
Das hat aber mit der Idee zu tun, konsequent keine industriell gefertigten Produkte zu kaufen. Bedachtes Einkaufen z.b. über eine Bio-Kiste, lesen aller Zutatenlisten, wissen wo die Nahrung herkommt. Und dann kann man auch plötzlich keine Plastiktüte mehr kaufen oder Unmengen Kaffee in sich hineinschütten.

Ich bin aber weiterhin kein Gesundheitsapostel sondern immer noch ein Genussmensch und darum wird es hier auch weiterhin tolle Rezepte für „alle“ geben, aber auch ein bisschen gesunde Abwechslung.

Und ist das Anstrengend? Schmeckt das nicht alles furchtbar langweilig? Und wirst Du überhaupt satt?


Für einen „Fleischotarier“ wie ich einer bin, fand ich die vegane Ernährung erstaunlich gut umzusetzen. Natürlich sind viele Dinge total anders, wir haben deswegen versucht nicht einfach nur Fleisch zu ersetzen und weiter zu machen wie bisher, sondern ganz neue Dinge auszuprobieren, dann fehlt das alte Essen und die Gewohnheiten nicht so sehr und man entdeckt viele neue Geschmackswelten. Ich koche und experimentiere ja sehr gern und finde das „Experiment Vegan“ unheimlich spannend. 

Wir versuchen so gut es geht keine „wie Fleisch, wie Milch, wie Käse“-Produkte zu essen sondern tatsächlich komplett anders zu kochen. Das klappt sehr gut. Wir essen viele Dinge, die uns früher nicht unbedingt auf den Teller gekommen wären und die sind unheimlich lecker und so voller Aromen, dass gar nicht auffällt, dass kein Fleisch oder Käse drin ist. Wir probieren neue Gemüsesorten und neue Rezepte und finden großen Gefallen daran gemeinsam in der Küche zu stehen und zu schnippeln und zu probieren.

Besonders das ganze Selbermachen ist natürlich aufwändiger, da machen wir uns mal nichts vor, besonders das Brot backen oder sowas, aber ich nehme das gern auf mich, weil ich auch einfach kein Weizen usw. mehr essen will und mein Körper dankt es mir durch Wohlbefinden (Kein Sodbrennen, keine Magenschmerzen mehr) und verlorene Kilos.

Es gibt viele Rezepte die wir genauso immer wieder kochen würden und die einfach toll schmecken, auch ohne Fleisch und Milch. Es gibt aber auch ganz klar ein paar Dinge die waren ein Griff ins Klo 😉 Zum Beispiel ist unser Tempeh furchtbar bitter geworden und die Kürbissoße sah nach dem aufgießen mit Hafermilch aus wie transparanter Schleim und war geschmacklich recht neutral…

Aber Satt sind wir immer. Ich bin früher auch ein leidenschaftlicher Verfechter der „Ohne Fleisch und Kartoffeln werde ich nicht satt“-Theorie gewesen. Ich bin satter und ausgeglichener als vorher, und ich habe keinen Heißhunger auf irgendwas. Einmal bin ich schwach geworden und habe bei einer Einladung zum Brunchen Rührei und Fisch gegessen. War lecker. Aber ich war nicht an der Käseplatte und das fand ich gut von mir. Ich glaube aber, wenn es Alternativen gegeben HÄTTE, hätte ich sie vorgezogen. Aber ich mochte auch nicht nur auf einem Marmeladenbrötchen herumkauen den ganzen Vormittag.

Überhaupt: Die Anderen

Vegan polarisiert. Denkt nicht, das geht heimlich 😉 Sobald jemand mitbekommt dass Du Dich vegan ernährst, musst Du tausend Fragen beantworten. Da gewöhnt man sich schnell dran. Aber ich hab das vorher nicht geglaubt als ich es gelesen hatte.
Ich hab es ja auch mehr als Challenge angefangen, stelle aber fest, dass es mir so gut geht, dass ich weiter machen möchte. Damit haben andere teilweise mehr Probleme als ich selber. Alle finden es spannend, sagen aber das Gleiche wie ich früher: „Das könnte ich nie!“. Legt euch ein paar Antworten zurecht, dann ist es einfacher.

Meine Familie ist aber echt super. Die lassen eh jeden so wie er gern sein möchte und wir alle haben mit verschiedenen Nahrungsmittelallergien zu kämpfen, meine Mama hat auch eine Milchallergie, sie kennt das Leid. Da hat jeder Verständnis. Meine Eltern haben gestern sogar spontan Gemüse und Kartoffeln für uns gemacht, statt Bratwurst und Pommes wie sonst, als wir plötzlich in der Tür standen. Und es war genau so schön wie sonst auch. 

Wow. Das ist ein ellenlanger Beitrag geworden. Ich habe mehrere Tage daran geschrieben aber ich glaube nun bin ich fertig. Ich bin gespannt auf eure Reaktionen und Kommentare!!
Hier könnt ihr noch meine Vegane Sammlung bei Pinterest ansehen:

Folge cozy and cuddlys Pinnwand „Vegane Rezepte“ auf Pinterest.

 

Alles Liebe, eure

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19 Kommentare

  1. Wow! Ich finde das wirklich sehr beeindruckend, dass ihr das so konsequent durchzieht. Wenn es so einfach von der Hand geht, ist es auf jeden Fall einen Versuch wert. 🙂
    Ich ernähre mich zwar nicht vegan, aber ich versuche, mich so gesund wie möglich zu ernähren. Ich mache mir jeden Tag einen Smoothie selbst, der eben nur frisches Obst oder Gemüse (oder auch mal beides) enthält und trinke den dann bei der Arbeit. Allein dadurch merke ich schon einen Unterschied.
    Außerdem haben mein Mann und ich vor drei Jahren beschlossen, dass wir keine Fertigprodukte mehr essen wollen. Es wird bei uns immer alles ausnahmslos frisch gekocht und das einzige, was ab und an als Fertigprodukt ins Essen kommt, ist Kräuter-Frischkäse.
    Ich bin allerdings auch ein Freund davon, mich gut und viel zu bewegen. Ich gehe zum Zumba einmal in der Woche und lasse da alles raus, was ich unter der Woche so angestaut habe. Außerdem gehe ich jeden Tag mindestens 4 km (mein Arbeitsweg ist laaaaaang…) zu Fuß und tanze auch zuhause mal eine halbe Stunde / Stunde.
    Ich weiß, dass wir immernoch mehr machen können, aber momentan fühlen wir uns so einfach wohl und tun schon eine Menge Gutes für unseren Körper. Wir haben abgenommen, wir fühlen uns fitter und sind einfach nicht mehr so von Kopfschmerzen geplagt – das war nämlich bei mir der Grund, mal alles zu überdenken.

    Liebe Grüße, Bine

  2. oh, du hast aber feine rezepte gesammelt! da schau ich gleich mal durch! ich bin vegetarierin (genau genommen pescetarierin, weil ich fisch esse) und versuche, das vegane essen immer öfter einzubinden. voll vegan ist für mich nix – so viel konnte ich schon feststellen.
    aber ab und an geht vegan eigentlich wie von selbst. 🙂
    herzliche grüße
    die frau s.

  3. Viel Spaß weiterhin und guten Appetit.
    Ich könnte mir Vegan für mich nicht vorstellen und es lockt mich nicht. Ich habe aber zum Glück auch keinerlei Unverträglichkeiten. Aber der Ansatz, keine Statt- Fleisch Rezepte zu nehmen, sondern einfach mal in ganz andere Kochrichtungen zu gehen, als das Gewohnte, das reizt mich auch. Man ist beim Kochen ja so in einer Gewohnheitsschiene und verpasst damit wohl leider viele tolle Geschmacks- und Genusserlebnisse.

    Liebe Grüße Ute

  4. Liebe Danny,
    bei mir war auch die Gesundheit, vegan mal auszuprobieren. Auch ich dachte früher „Ich kann noch nicht mal vegetarisch, wie soll ich dann vegan auch nur zwei Tage durchhalten?“ Und komisch: es funktioniert! Nicht immer 100% – auf Dienstreisen und bei Einladungen mache ich Ausnahmen (was ich dann auch direkt merke).

    Und heute Abend wollen die Kinder Hühnchen – ich mache das Linsencurry, was ich auf Deinem Pinboard gefunden habe.

    Vielen Dank für Dein schönes Posting und weiterhin leckeres Kochen!

    Liebe Grüße,
    Diana

  5. Hallo Danny!
    Respekt! Toll, wie du deine Beweggründe darstellst. Authentisch und nachvollziehbar! Ich wünsche dir und Mark, dass ihr auch weiterhin soviel Kraft aufbringt und Spaß am veganen Essen habt. Ich werde das auch mal probieren, allerdings ist mein Mann ausnahmsloser Fleischliebhaber. Das wird schwer. Noch eine Frage: Wenn du sagst, ihr geht jetzt ins Reformhaus einkaufen, ist das dann nicht genauso teuer wie das gute Fleisch oder nicht sogar noch teurer?
    LG,
    Kathrin

    1. Liebe Kathrin,
      Vielen Dank für Deinen netten Beitrag, den ich vergessen habe zu moderieren *schäm*

      Mark tut sich auch ein bisschen Schwer, aber er will es auch schaffen, was ich ganz toll finde! Er isst auch sooo gern Fleisch, aber wir haben einige Rezepte gefunden, die so lecker sind, dass das Fleisch gar nicht fehlt. Ich würde es ihm aber auch nicht verbieten, sich mal ein Schnitzel dazu zu braten 😉

      Hm, ich habe tatsächlich ein paar Tage über Deine Frage nachgedacht und auch noch mal nachgerechnet. Grundsätzlich ist das alles schon teurer. Deswegen konnten wir uns in der Ausbildung meines Mannes letzes Jahr kaum Bio ernähren. Natürlich ist es möglich, aber Mühevoll. Eine Foodbloggerin hat mal darüber geschrieben:
      http://www.gemueseregal.de/category/eine-woche/

      Ich denke es kommt auf die Herangehensweise an:
      Ernähre ich mich weiterhin vom Diskounter und kaufe nur das Fleisch Bio, könnte die Rechnung aufgehen.

      Kaufe ich Fleisch UND alles andere im Reformhaus oder im Bio-Supermarkt, ist es erheblich teurer. Zum Vergleich: 1 Bio-Hähnchenschnitzel (200g) kostet 9,90 €, bei zwei Schnitzeln, die wir dann bräuchten, sind wir bei gut 20 Euro. Für eine Mahlzeit. Im Diskounter kosten 400g ca. 2,99 €…. Dafür kann ich ganz schön viel Bio-Gemüse kaufen…

      Durch das weglassen aller Fleisch- und Milchprodukte UND der Süßigkeiten ist unsere vegane und fast ausschliesslich Bio-Ernährung genauso teuer wie vorher.
      Ich versuche weiterhin gut zu wirtschaften und koche auch öfter Gerichte für zwei Tage. Das spart auch.

      Liebe Grüße, Daniela

  6. Liebe Danny,
    Herzlichen Glückwunsch 🙂
    Ich finde es große Klasse, das Ihr die Vegane Ernährung so konsequent durchgezogen habt.
    Finde ich klasse …
    Ich habe das noch nicht geschafft, deshalb bewundere Ich Euch um so mehr.
    Weiterhin viel Erfolg,
    Sabine

  7. Ich habe letztes Jahr versucht einen Tag in der Woche vegan zu essen mit dem Ergebnis das es nicht geht. Leider muss ich so schon auf seehr viele Dinge achten und Fleisch (kauf ich nur beim Metzger) ist eines der wenigen Lebensmittel bei denen ich keine Probleme habe.

    Allerdings würde mich wirklich interessieren wie man ohne Eier backt. Denn ich möchte es mit dem einen veganen Tag nochmal versuchen und Gebäck ist immer das k.o Kriterium bei mir was es reinreißt 🙁

  8. Hey, das ist ja mal ein toller und ausführlicher Artikel zur veganen Ernährung – das dieser Zeit brauchte, kann ich gut nachvollziehen! Viel Erfolg bei der Umstellung – aber ich sehe schon, das sind so wundervoll angerichtete Teller, da käme ich auch gern mal zum Essen. Guter Geschmack braucht eben keine tierischen Produkte – hätte ich auch nie geglaubt, bevor ich es ausprobiert habe. Und nun bin ich schon fast 2 Jahre dabei geblieben..
    Freue mich auch hier auf vegane Rezepte und vielen Dank für den Link zu meinem Blog!
    P.S.: Die neue Bloggestaltung gefällt mir suuuper!!

  9. Vielen Dank für Deinen ausführlichen und ehrlichen Bericht. Wie schon in Insta geschrieben finde ich vegan toll – sofern es nicht nur das Weglassen von allem Tierischen betrifft und weiterhin fröhlich mit Zucker hantiert wird :o)

    In meinen veganen Wochen bin ich kaum auswärts essen gewesen. Zu groß die Verlockung, zu nervig war das *rechtfertigen*. Das steht man fünf Wochen gut durch, aber danach war der Belohnungsdrang extrem groß 🙂 Geliebte Rituale wie die Tasse heiße Schoki haben mir extrem gefehlt, der Apfelstrudel von Mama und vieles mehr.

    Dann kam mir Bruker in die Quere – kein Weißmehl, kein Zucker und bis auf Sahne und Butter keine Milchprodukte, viiiiel Rohkost. Na also! Das kann ich mir schon eher vorstellen :o)

    Dein Link zu den Milchprodukten – wow, die Infos sind er Hammer. Morgen früh werde ich meinen Kaba mit sehr gemischten Gefühlen trinken. Dafür brauch ich dringend eine leckere Alternative aus Hafermilch oder Mandelmilch oder ….

    Großes Kompliment zu Deiner zuckerfreien Zeit – also bis ich soweit bin, wird es noch dauern! Meist bleibt es beim Vorsatz *seufz*

    Nachdem ich die letzten zwei Jahre extrem viel über Ernährung gelesen habe, hab ich mir viel zuviel Druck gemacht. Der Vorsatz für dieses Jahr: eins nach dem anderen :o)

    Liebe Grüße an Dich, weiterhin guten Appetit
    Melanie

  10. Ich bin sehr beeindruckt. Derzeit kann ich mir nicht vorstellen auf Fleisch / Fisch und Milchprodukte zu verzichten aber, auch ich koche immer öfter fleischlos. Bin sehr gespannt auf die weiteren Erfahrungsberichte.
    Liebe Grüße
    Ivonne

  11. Liebe Danny, das ist ein ganz toller Beitrag!!! Ich habe ihn mit sehr viel Freude gelesen, denn du sprichst mir aus der Seele 🙂 Ich bin auch eine Geniesserin was das Essen angeht, aber auch ich versuche immer öfters auf vegane Ernährung umzusteigen. Das tut meinem Körper einfach gut und ich liebe es zu kochen und neue Rezepte auszuprobieren. Deine Pinnwand stalke ich gleich mal, da sind wirklich super Rezepte dabei und mir läuft gleich das Wasser im Mund zusammen 😀 Ich liebe deinen Blog. Mach bitte weiter so 🙂

    Liebe Grüße
    Stephanie

  12. Liebe Danny,

    ich finde das Thema unheimlich interessant. Ich bin auch ständig, wenn ich einen Artikel über veganes Essen lese, am überlegen das auch mal auszuprobieren. Auf Fleisch an sich könnte ich eigentlich gut verzichten. Schlimmer als der Verzicht auf Steak, Filet, Brust und Käule wäre für mich eher der Verzicht auf Hackfleisch. Ich habe vor zwei Wochen versucht Hackfleisch durch Sojafleisch zu ersetzen und es dem Freund unterzumogeln. Mir hat es geschmeckt. Ihm hat das „Hack“ zu wenig rausgeschmeckt, so dass er sich noch schnell ein Würstchen untergemischt hat…

    Ich habe mir schon viele vegane Rezepte durchgelesen und auch deine Bilder dort oben sehen sehr lecker aus. Das Problem ist eher, dass ich immer denke „Wo kriege ich das denn her??“

    Ich bin gespannt auf folgende vegane Rezepte 🙂

    Liebste Grüße,
    Liv

  13. …bleib vegan, Du wirst sehen, es klappt!
    Ein toller blog, den ich Dir ans Herz legen möchte: veggi.es, Lea ist meine persönliche vegane Königin, ihre Sojabällchen sind deeer Süchtigmacher schlechthin!

    Herzliche vegane Grüße
    Gabi

  14. Ich finde es fragwürdig wie der Begriff Histamin Intoleranz hier so in den Raum bzw Beitrag geschmissen wird. „Auch das hat uns beeinflusst bewusst zu verzichten.“
    Verzichten muss man bei HIT auf sehr vieles, und auch sehr vieles was man gerade bei veganer Ernährung braucht um nicht Mängel zu entwickeln (Bohnen, Linsen, Soja, Nüsse, zig Obst und Gemüsesorten etc pp). Eine histaminarme UND vegane Ernährung ist also mit erheblichem Planungsaufwand verbunden gerade damit man nicht noch mehr Mängel entwickelt weil man selbst bei nicht- veganer Ernährung schon so stark eingeschränkt ist und sollte ehrlich gesagt auch nur unter ärztliche Kontrolle erfolgen. Außerdem sehe ich auf den Fotos kaum ein Gericht welches man als Histaminarm bezeichnen kann (wobei es natürlich kommt es gerade bei Histamin Intoleranz stark auf die persönliche Toleranzgrenze ankommt).
    Kurz gesagt: ich finde es einfach Mist, das hier so unreflektiert mit reinzunehmen als irgendeine modische Unverträglichkeit, die man aber easy peasy in den Griff bekommt wenn man sich vegan ernährt. Das ist hochgradiger und gefährlicher Schwachsinn

    1. Hallo Anika, vielen Dank, dass Du hier gleich reinplatzt, ohne Hallo und ohne Gruß, nicht besonders gut erzogen!
      Das alles was Du schreibst finde ich überhaupt nicht und Dein Kommentar macht mich ganz schön stinkig! Denn wie Du schon schreibst, kommt es auf die persönliche Toleranzgrenze an. Käse, Schinken, Hackfleisch, Wurst und Salami… das sind Produkte mit einem hohen Histamingehalt und Dinge auf die mein Mann verzichten muss und die wir versuchen durch vegane Ernährung auszugleichen. ICH finde es einfach Mist, MIR hier an dieser Stelle Unreflektiertheit und „modische“ Unverträglichkeiten zu unterstellen. Dies ist MEIN Blog mit MEINEN ganz persönlichen Erfahrungen. Und wenn es für uns funktioniert ist es unsere Sache und kann für andere ganz anders sein, und was anderes habe ich auch gar nicht geschrieben. Wenn jemand Histamin-intolerant ist, ist er meist sowieso in ärztlicher Behandlung und diese Art Intoleranz ist so umfassend, dass so eine Ernährungsumstellung sicher niemand auf eigene Faust macht. Und das ist so eine blöde Sache, dass man sich Histamin-Intoleranz sicher nicht als Modekrankheit aussucht. Klar – alle hacken auf der veganen Ernährung als Modeerscheinung herum, ist ja auch wirklich schlimm, wenn immer mehr Menschen FÜR eine gesunde Ernährung ohne Zusatzstoffe und GEGEN das unnötige Leid von Tieren eintreten. Ja, das ist eine schreckliche Mode. Es wäre doch viel schöner, wenn alle schön unreflektiert weiterhin Müll in sich hineinstopfen!
      Meiner Erfahrung nach, sind übrigens die Veganer die Leute, die sich die meisten Gedanken um ihre Nährstoffe machen und es haben weitaus weniger Veganer Mangelerscheinungen, wie „Normalesser“, die sich von Fertigprodukten, Pizza und Nutella-Toast ernähren!!!
      Ich spreche hier keine Empfehlungen aus und habe auch außer einem Kürbisrisotto keine Gerichte als Histaminarm gekennzeichnet, ich teile hier lediglich verschiedene Lieblingsrezepte, die gut schmecken und mehr nicht!
      Und Du kannst Dir sicher sein, dass ich mir sehr viele Gedanken um eine gute Versorgung mit Nährstoffen mache, Ernährungsratgeber wälze, mich mit dem Nährstoffgehalt von allem was ich esse auseinandersetze und regelmässig Koch-und Ernährungsbücher lese.
      Mein Mann verträgt Hülsenfrüchte übrigens gut, wenn auch nicht in rauhen Mengen, aber in einer Mahlzeit kein Problem. Ansonsten steht es ihm ja frei, einen Joghurt oder ein Schnitzel zu essen. Bisher hat er sich nicht beklagt und seine Beschwerden sind besser geworden.
      Viele Grüße, Daniela

  15. Hallo Daniela,
    es tut mir leid, wenn mein Beitrag so bei dir angekommen ist. Ich habe wahrscheinlich schon zu viele unheimlich schlechte Artikel zu Histamin Intoleranz lesen müssen, vor allem in den sogenannten „Qualitätsmedien“. Wie du dir vielleicht denken kannst, bin ich selbst betroffen bzw. gott sei dank schon wieder auf dem Weg der Besserung (veganer Aufstrich geht bei mir z.B. wieder – und den hab ich sehr gerne gegessen, weil er einfach wahnsinng lecker ist!). Das Thema an sich ist so umfassend, dass man ihm durch zwei Sätze sowieso nicht gerecht werden kann, das hätte ich vielleicht dabei auch bedenken sollen. Dass du nun speziell Salami, Schinken und Co aufgreifst – nun ja, daran denke ich bei HI auch gar nicht sofort. Denn darauf zu verzichten ist nicht schwer finde ich. Was jedoch extrem schwer ist (für mich) ist auf zig Obst und Gemüse Sorten verzichten zu müssen und dann auch noch auf vieles was einfach Geschmack gibt, also Gewürze etc pp. Aber das weißt du und dein Mann sicher auch. Wenn es ihm besser geht – wunderbar. Viele Wege führen nach Rom. Ich habe z.B. auch Kuhmilchprodukte stark reduziert, esse nur noch Bio Fleisch und habe an vielen anderen kleinen Schrauben gedreht. Ich mag es nur nicht, wenn vegane Ernährung als Lösung für jeden dargestellt wird. Das habe ich wohl fälschlicherweise aber so aufgefasst.
    Ich hoffe, deine Stinkigkeit hat sich etwas gelöst!
    LG, Anika

  16. Ich finde es gut, dass sich immer mehr Menschen mit der Thematik befassen und dann auch ausprobieren. Für mich war die Umstellung auf die vegane Ernährung klar, als ich mir ein paar Videos auf Youtube angeschaut habe (Massentierhaltung und Schlachtung, Leerfischen der Meere, Pelz). Also ich letztens bei Kaufland war und ein komplettes Ferkel in Folie gesehen habe wurde mir übel. Aber man braucht sich ja nur mal die Regale anschauen wie viel Fleisch und Wurst und im TK-Bereich „komplette“ getötete Tiere da so rumliegen.

    Die Entscheidung, meine Ernährung auf vegan umzustellen, habe ich also bewusst getroffen. Fleisch und Milchprodukte kommen bei mir nie wieder auf den Teller.

    1. Hallo Cecilia, wir sind auch immer noch dabei. Ich gebe zu, mit kleinen Ausnahmen aber dafür deutlich bewusster. Das mit dem Ferkel ist ja widerlich! Liebe Grüße Danny

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